Alternativen

Alternativen ohne Autobahnen und Beton

Wir werden oft gefragt: „Was sind die Alternativen zur Stadtautobahn?“

Die überdimensionierte „Stadtstraße“ hat vor allem den Zweck, die Verbindung von der geplanten Lobauautobahn über die Seestadt zur Süd-Ost-Tangente herzustellen. In Zeiten der Klimakrise ist das höchst unverantwortlich. Das ist unterlassene Hilfeleistung. Aber es geht auch ohne Beton. Neben der Einführung einer kleinräumigen, flächendeckenden Parkraumbewirtschaftung in ganz Wien und einem dichten Netz von sechs Radschnellwegen in der Donaustadt sieht unser Grüner Weg den raschen Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel nordöstlich der Donau vor. Unsere Vorschläge liegen seit langem auf dem Tisch, werden aber von der rot-pinken Stadtregierung beharrlich ignoriert.

Konkret schlagen wir folgendes vor:

  • Neue Straßenbahnlinie 22 vom Zentrum Kagran bis nach Großenzersdorf. 
  • Verlängerung der Straßenbahnlinie 25 von der jetzigen Endstation in Aspern bis zur U2-Station Aspern Nord. 
  • Neue Straßenbahnlinie 27 von der U2-Station Aspern Nord zum Kagraner Platz. Schnellbus 21A über die A22-Donauuferautobahn (Floridsdorf – Stadlau).

Aber auch bei der Schnellbahn gibt es noch Luft nach oben. 

  • Auf den Linien S1, S2, S3, S80 sollen rasch die Intervalle verkürzt werden. 
  • Die S80 soll nach Raasdorf verlängert werden und 2 neue Stationen erhalten (Raasdorf und Telephonweg). 
  • Mittelfristig soll eine neue Schnellbahnlinie (S10 – Meidling-Gänserndorf) auf bestehenden Gleisen von der S80 (Erzherzog Karl-Straße) mit neuen Stationen beim Gewerbepark Stadlau und beim Rautenweg zur Schnellbahnstammstrecke im Bereich Süßenbrunn führen.

Und das Beste kommt noch: Alle diese Maßnahmen kommen der Stadt Wien auf geschätzte Kosten von 350 Mio. Euro. Ein echtes Schnäppchen im Gegensatz zu den 460 Mio. Euro für 3,2km Stadtstraße.

Wenn diese Maßnahmen endlich umgesetzt werden, ist auch eine Verkehrsberuhigung in den alten Donaustädter Ortskernen Hirschstetten, Stadlau, Aspern und Essling möglich. Dann wird es auch dort mehr Platz für Fußgänger:innen und Radfahrer:innen geben. Und weniger Abgase und Lärm für die Wohnbevölkerung.