Alternativen

LERNEN’S bissl Geschichte, Herr Ludwig.

geben’s doch An Weihnachtsfrieden!

Die Stadt Wien und Bürgermeister Ludwig müssen die Entscheidung der Baustopps für den Lobautunnel akzeptieren und aufhören, diese mit juristischen Mitteln zu bekämpfen.

Bürgermeister Ludwig wäre gut beraten, die Betonpolitik der 1970er Jahre zu beenden. Mit dem Klimacheck hat sich die Situation der Stadtstraße deutlich verändert. Wien hat Klimaziele, setzt aber keine geeigneten Klimamaßnahmen. Das ist unterlassene Hilfeleistung gegenüber den kommenden Generationen.“

Die Klagsdrohungen gegen Klimaaktivist:innen und NGOs – darunter auch Minderjährige – überschreiten ganz klar eine rote Linie. Damit sollen Kritiker:innen des Monsterprojektes in der Lobau eingeschüchtert und ihre Kritik aus der Öffentlichkeit verbannt werden. Deshalb stellen wir Bürgermeister Ludwig am Montag im Wiener Gemeinderat 55 Fragen und verlangen Aufklärung.

Was es jetzt braucht, was wir jetzt von Bürgermeister Ludwig fordern, ist ein Weihnachtsfriede. So wie in Hainburg 1984. Deeskalieren. Den Dialog suchen. Denken in vernünftigen Alternativen – das ist das Gebot der Stunde.

UND WAS SIND DIE ALTERNATIVEN ZUR STADTAUTOBAHN ASPERN?

Wir werden oft gefragt: „Was sind die Alternativen zur Stadtautobahn?“​

Die überdimensionierte „Stadtstraße“ hat vor allem den Zweck, die Verbindung von der jetzt abgesagten Lobauautobahn über die Seestadt zur Süd-Ost-Tangente herzustellen. Abgesehen davon, dass die Stadtautobahn ins Nirvana führen würde, ist eine Autobahn in Zeiten der Klimakrise so oder so höchst unverantwortlich. Aber es geht auch ohne Beton.

Öffis ausbauen – Jetzt, nicht erst 2030!

Neben der Einführung einer kleinräumigen, flächendeckenden Parkraumbewirtschaftung in ganz Wien und einem dichten Netz von sechs Radschnellwegen in der Donaustadt sieht unser Grüner Weg den raschen Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel nordöstlich der Donau vor. Unsere Vorschläge liegen seit langem auf dem Tisch, werden aber von der rot-pinken Stadtregierung beharrlich ignoriert.

Konkret schlagen wir folgendes vor:

  • Neue Straßenbahnlinie 22 vom Zentrum Kagran bis nach Großenzersdorf. 
  • Verlängerung der Straßenbahnlinie 25 von der jetzigen Endstation in Aspern bis zur U2-Station Aspern Nord. 
  • Neue Straßenbahnlinie 27 von der U2-Station Aspern Nord zum Kagraner Platz. Schnellbus 21A über die A22-Donauuferautobahn (Floridsdorf – Stadlau).

Aber auch bei der Schnellbahn gibt es noch Luft nach oben. 

  • Auf den Linien S1, S2, S3, S80 sollen rasch die Intervalle verkürzt werden. 
  • Die S80 soll nach Raasdorf verlängert werden und 2 neue Stationen erhalten (Raasdorf und Telephonweg). 
  • Mittelfristig soll eine neue Schnellbahnlinie (S10 – Meidling-Gänserndorf) auf bestehenden Gleisen von der S80 (Erzherzog Karl-Straße) mit neuen Stationen beim Gewerbepark Stadlau und beim Rautenweg zur Schnellbahnstammstrecke im Bereich Süßenbrunn führen.

Und das Beste kommt noch: Alle diese Maßnahmen kommen der Stadt Wien auf geschätzte Kosten von 350 Mio. Euro. Ein echtes Schnäppchen im Gegensatz zu den 460 Mio. Euro für 3,2km Stadtstraße.

Wenn diese Maßnahmen endlich umgesetzt werden, ist auch eine Verkehrsberuhigung in den alten Donaustädter Ortskernen Hirschstetten, Stadlau, Aspern und Essling möglich. Dann wird es auch dort mehr Platz für Fußgänger:innen und Radfahrer:innen geben. Und weniger Abgase und Lärm für die Wohnbevölkerung.